Guten Morgen
…was Heiteres für den regnerischen Tag 😉

Die Spezialgänge des Pferdes

~Der Hüpfsprung~
Federnde Gangart im 1-Takt – wird vorallem bei der Begegnung mit Wildschweinen o.ä. gezeigt.

~Der seitliche Sturzflug~
Eine plötzliche Seitwärtsbewegung mit der Schulter horizontal zum Boden. Lässt den Reiter einen Moment lang in der Luft schweben, bevor er mit dem Sattel langsam dem Boden zu gleitet.
Kann durch verschiedene Dinge ausgelöst werden wie durch einen startenden Traktor, Schnee, der von einem Dach runtergleitet, einen Stein, der sich magischerweise in einen Bären verwandelt oder einen gelben Plastiksack.

~Der Wirbelnde Derwisch~
Fortgeschrittene Version vom seitlichen Sturzflug, in der das Pferd in hohem Tempo kreiselt. Der unglückliche Reiter wird hierbei von der Zentrifugalkraft weggeschleudert.
Diese Gangart ist eine Spezialität von gewissen Arabern, oftmals verursacht durch ein sich annäherndes Fahrrad.

~Der Juhuiiilopp~
Eine der natürlichen Lektionen der Schulen über der Erde. Eine sehr elastische Bewegung, welche vorallem beim Weidegang oder beim ersten Galopp über eine Wiese ausgeführt wird. Eine Variation davon ist der düsenbetriebene Furz-Buckler, bei dem das Pferd ein Maximum an Höhe und Sprungkraft durch die Unterstützung des lautstarken Gasausstosses erhält.
Erscheint vorallem an kalten, windigen Tagen, wenn der Wind unter dem Schweif des Pferdes durchzieht und sein Hirn zu den Ohren raus bläst.

~Der Ohmeingott~
Plötzliche Rückwärtsbewegung, begleitet von lautem, wiederkehrenden Schnauben, steif vorwärts gestreckten Ohren und herausquellenden Glubschaugen, bei dem der Reiter abrupt auf dem Pferdehals landet. Wird von Pferden ausgeführt, die ein unsichtbares Monster gesehen haben, das sich von vorne anschleicht. Das Monster ist fürs menschliche Auge leider unsichtbar, ausser es verwandelt sich in eine blaue Plastikplane, die sich leicht im Wind bewegt.

~Die heissen Räder~
Sehr schnelle Gangart, in denen alle vier Beine in sehr hoher Geschwindigkeit rotieren. Oft werden dabei Gummispuren auf dem Boden hinterlassen. Meistens ausgeführt von abhauenden Ponies, hastigen Springpferden und Pferden, die nach Hause gehen.

~Der Hai, der das Ruderboot umkreist~
Häufige Gangart des Reitschulpferdes, dass in stetig kleinerwerdenden Zirkeln um den Reitlehrer läuft, bis es – im Zentrum angelangt – auf den linken Fuss des Reitlehrers steht und daher nicht mehr weiter kann.
(Alte Schulpferde bringen neuen Schulpferden bei, wie man das macht.)

~Das Faultier~
Typische Gangart eines Reitschulpferdes, das die Faulheit zur Kunst erklärt hat. Kaum wahrnehmbare Vorwärtsbewegung, die mit ermunternden Kicks, Schnalzen, Zügelschlagen, ineffektiven Peitschenschlägen, Schreien und Auf-und-Abhüpfen unterstützt wird.
(Merke: Das Faultier kann in die Heissen Räder umgewandelt werden beim Anblick eines Reitlehrers mit einer Longierpeitsche in der Hand.)

~Der Flapper~
Bewegung, in der sich das Pferd wie ein nasser Hund schüttelt und den Anfängerreiter zu Tode erschreicht. Das Pferd grinst dann fies und frisst anschliessend Gras.

~Der Wälzer~
Rotierende Bewegung, am Boden ausgeführt – vorallem in Schlamm, Sand oder Wasser. Immer dann ausgeführt, wenn sich der Reitlehrer am anderen Ende der Reitgruppe befindet oder nicht herschaut.

~Die Schnecken-Rakete~
Die zwei Schritt-Gangarten von erfahrenen Ausreitpferden auf dem Ausritt. Beim Wegreiten ist der Gang so schneckenähnlich, dass sich sogar die Zeit verlangsamt. Beim Zurückkommen können selbst trabende Pferde kaum Schritt halten mit dem Raketen-Schritt. Was beweist, dass Pferde physikalische Gesetze bestens verstehen: Die Geschwindigkeit des Schrittes verhält sich umgekehrt proportional zur Richtung des Reitweges.

~Der Taucher~
Gangart, welche vorallem durch alte erfahrene Ausreitpferde mit Kindern oder Anfängern auf dem Rücken ausgeführt wird. Das Pferd geht dabei ein paar Schritte, stoppt, zieht die Zügel durch die Hände des unsicheren Reiters und frisst Gras. Wiederholung: bis zu 50mal pro Ausritt….!

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